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Sport aus Berlin

Abb.: Fotolia / doublebubble_rus

Jubelnde Union-Fans

Dem ehrwürdigen Denkmal des Hauptmanns von Köpenick hatte ein Unbekannter schon in der Nacht des großen Erfolges den rot-weißen Fan-Schal umgebunden; den Boots-Corso der Fußballprofis auf der Spree begleiteten zwei Tage danach Dutzende Kähne und sogar Berlins Bürgermeister Michael Müller hatte sich beim Empfang für die Mannschaft am gleichen Tag als Anhänger des 1. FC Union verkleidet: Der Stadt-umfassende Jubel nach dem Aufstieg des einstigen Arbeitervereins in die Fußball-Bundesliga kannte in den letzten Mai-Tagen kein Halten. Erstmals seit 42 Jahren spielen zwei Berliner Vereine in der Beletage des deutschen Fußballs, die Mitte der 90er Jahre als einzige europäische Metropole ohne Erstligisten Häme erntete.

Eine Legende ist zurück

David Bowie hat mal um die Ecke gewohnt. An die Rückwand der Bar ist der 2016 verstorbene Musiker projiziert [Foto: Ole Heinrich]

Sie war einer der beliebtesten Anlaufpunkte für Nachtschwärmer in West-Berlin und prägte mehr als eine Generation von Bargängern und Barkeepern. Die Bar am Lützowplatz, deren 16 Meter langer Tresen, entworfen von dem renommierten Berliner Architekten Jürgen Sawade, zum Markenzeichen wurde. Sie war Mythos zwischen Hotspot und Geheimtipp mit so prominenten Gästen wie Danny DeVito, Liza Minelli oder Falco. Nachdem es lange stumm um die Bar gewesen ist, bereichert sie nun seit März dieses Jahres erneut das Berliner Nachtleben: Lützowbar is back!

Die schwere Zeit hat mich geprägt

Auf Erfolgskurs: Die Schwimm-Weltmeisterin und paralympische Medaillengewinnerin Elena Krawzow möchte im nächsten Jahr in Tokio an den Start gehen. [Foto: hd-swim]

Die größte deutsche Schwimm-Hoffnung für die Paralympics des nächsten Jahres in Tokio ist wasserscheu. „Naja“, gibt Elena Krawzow zu, „ich bin wirklich ungern im Wasser, das ist nicht mein Element, vor allem in einem See oder im Meer. Ich bin immer froh, wenn ich wieder „raus darf“, so die Leistungssportlerin. Das hat sich auch nicht geändert, seit sie mit 13 erst das Schwimmen gelernt hatte. „Auf der Schule damals in Nürnberg habe ich Michael Heuer getroffen, ein ganz toller Mensch.

Pionierin der Industriefotografie

Marianne Strobl, Hochquellleitung, 1909, Silbergelatine [Foto © Stiftung Bonartes]

Marianne Strobl stieg um 1900 mit ihrer schweren Kameraausrüstung für ihre Auftraggeber aus der Industrie in die Kanalisation, fotografierte mit ihrem Blitzlicht-Equipment und den großen Glasplatten die geologisch einmaligen Ötscherhöhlen in Niederösterreich und begleitete u. a. über Jahre die Errichtung des Gaswerks Wien Leopoldau.

Strobl war zwischen 1894 und 1917 auf Großbaustellen und in Industriebetrieben unterwegs und wird wohl nicht zu Unrecht als „erste Industriefotografin der k.u.k. Monarchie“ bezeichnet.